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Deutschland und Burundi: bilaterale Beziehungen

10.12.2019 - Artikel

Deutschland war einer der ersten Partner der Entwicklungszusammenarbeit nach der Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1962 und genießt aufgrund seiner Verdienste für die Entwicklung Burundis einen guten Ruf.

Politik

Nach langjähriger Instabilität des Landes hatten die Beziehungen seit 1993 an Intensität verloren und konnten nach Verbesserung der Sicherheitslage nach den Wahlen 2005 wiederbelebt werden.

Die Entwicklungen in Burundi seit dem Frühjahr 2015 verfolgt Deutschland mit Sorge. Zentrales Interesse der Bundesregierung und ihrer Partner in der internationalen Gemeinschaft ist es, zu einer politischen Stabilisierung beizutragen und negative Auswirkungen auf die gesamte Region zu verhindern. Die Bundesregierung engagiert sich für Dialog der Konfliktparteien, setzt sich für die Achtung der Menschenrechte und die Stärkung der burundischen Zivilgesellschaft ein und leistet humanitäre Hilfe beim Kampf gegen Hunger und Krankheiten.

Wirtschaft

Die Wirtschafts- und Finanzlage hat sich in den letzten Jahren weiter verschlechtert. Direktinvestitionen sind gering und Devisen knapp. Versorgungsengpässe, Inflation und hohe Arbeitslosigkeit sind die Folge. Es besteht nachhaltiger Reformbedarf.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Burundi sind schwach. 2018 wurden Waren im Wert von rund 9,5 Mio. EUR aus Burundi importiert und im Wert von rund 8,9 Mio. EUR nach Burundi exportiert.

Entwicklungszusammenarbeit

Angesichts der politischen Entwicklung in Burundi hat die Bundesregierung 2015 alle regierungsnahen Aktivitäten der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit suspendiert. Die Entwicklungszusammenarbeit ist auf Maßnahmen ausgerichtet, von denen die Bevölkerung direkt profitiert.

Kultur und Bildung

Die  Alphabetisierungsrate der 15-24-jährigen liegt bei 80 %. Die Schulabbrecherquote ist hoch. In Burundi gibt es eine staatliche und  zahlreiche private Universitäten, die allerdings kaum leistungsfähig sind.

Wissenschaft und Kunst fehlt es an Entwicklungsmöglichkeiten.

Deutsche Kultureinrichtungen gibt es in Burundi nicht. Eine Schule in Bujumbura nimmt am Partnerschul-Programm zur Förderung der deutschen Sprache teil.

Weitere Informationen

Burundi ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
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