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Deutschland und Burundi: Bilaterale Beziehungen
Burundi gehörte von 1885 bis 1916 zum deutschen Kolonialreich. Nach der Unabhängigkeit 1962 nahm Deutschland als einer der ersten Staaten die Entwicklungszusammenarbeit mit Burundi auf und genießt aufgrund der erzielten Erfolge in der Entwicklung Burundis einen guten Ruf.
Nach den Jahren der internationalen Isolation in Folge eines Putschversuchs 2015 und anschließender Unruhen findet unter Staatspräsident Ndayishimiye eine außenpolitische Öffnung statt.
Der Handel mit Burundi erfolgt in geringem Umfang, Deutschland exportierte 2024 Waren im Wert von 14,1 Mio. USD nach Burundi. Aus Burundi wird hauptsächlich Kaffee exportiert.
Burundi ist kein Partnerland im BMZ-Länderprogramm, die letzten Projekte laufen bis Mitte 2026 aus. Diese noch laufenden Projekte konzentrieren sich insbesondere auf die Kernthemen Wasser- und Sanitärversorgung bzw. Gesundheit. Dennoch unterstützt Deutschland Burundi auf vielfältige Weise. Zum einen ist Deutschland einer der größten Geber humanitärer Hilfe in Burundi, zum anderen berücksichtigen auch zahlreiche regionale und globale Programme Burundi, zum Beispiel in den Bereichen Ernährungssicherheit, Landwirtschaft und Bergbau. Auch im Rahmen von Team-Europe-Initiativen ist Deutschland in Burundi aktiv.
Das Land Baden-Württemberg pflegt eine über 40-jährige Länderpartnerschaft mit Burundi, die 2014 durch eine gemeinsame Erklärung der Landesregierung und des burundischen Außenministers formalisiert wurde. Die Partnerschaft wird primär durch die landeseigene Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) betrieben. Seit Juni 2023 unterhält die SEZ ein Verbindungsbüro in Bujumbura.
Die an der Universität von Burundi und an einigen Schulen angebotenen Deutschkurse stoßen auf großes Interesse: Jährlich gibt es ca. 3.500 Teilnehmende. Auch das Goethe Institut Nairobi unterstützt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft die Förderung von „Deutsch als Fremdsprache“ (DAF).